Chemikerin und Wissenschaftskommunikatorin (DE/EN)

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Die Französische Chemikerin Hélène Courrier ist als Beraterin in der wissenschaftlichen Kommunikation in Holland tätig.

 

 


Ihr Weg zur Wissenschaft

Schon als Kind in Frankreich war sie immer damit beschäftigt die Natur zu erkunden: Sie grub nach Fossilien und sezierte Insekten, um zu erfahren, wie die Natur funktioniert. Später sammelte sie kleine Tierskelette, die sie im Wald fand. Ihr erschien dieses Rätsel der Natur so gross und spannend, dass sie Wissenschafterlin wurde. Interessiert an Pflanzen und natürlicher Medizin, begann sie ihr Chemiestudium in Metz. Sie bemerkte bald, dass Chemie ihren Mikrokosmos-Makrokosmos alchemistisch-idealistischen Ansichten enstprach. Sie setzte das Studium bis zum Master in Physico-Chemie fort. In der Zwischenzeit lernte sie im Rahmen eines Praktikums an Polymeren in Deutschland die `deutsche Forschung´kennen.

Sie beschloss ihr Wissen für etwas `Sinnvolleres´zu nutzen und begab sich in den Bereich Gesundheitsforschung. In Strassburg arbeitete sie drei Jahre im Rahmen ihrer Dissertation an der Gabe von Lungenmedikamenten, die in Form von Flüssigkeiten eingeatmet werden konnten. Diese intensive Arbeit beinhaltete eine Reihe von untergeordneten Bereichen, die von der chemischen Synthese zur Lungenhistologie reichte und eine enge Kollaboration von insgesmat 5 Forscherteams beinhaltete. Eines dieser Team war aus Japan, wodurch sich auch ein Forschungsaufenthalt in einem japanischen Labor ergab, das ihr Einblick in die `interkulturelle Wissenschaft´gab.
Sie merkte zu diesem Zeitpunkt, dass sie nicht mehr im Labor arbeiten wollte. Sie schrieb gerne Artikel, besuchte Konferenzen und interagierte direkt mir Wissenschaftlern. Daher beschloss sie, mehr in Richtung Wissenschaftskommunikation zu gehen. Nach einer Pause von der Wissenschaft, in der sie Detektivgeschichten las, Shiatsu studierte und ein Kind zur Welt brachte, begann sie einen neuen Job beim Europäischen Patentbüro in den Niederlanden im Informationsmanagement-Team. Ihre Aufgabe war es, durch die Entwicklung von definierter Software, Informationen für Wissenschaftler einfacher und deutlicher darzustellen. `Ich habe gelernt mit Computerwissenschaftlern zu arbeiten und zu kommunizieren, auch wenn ich manchmal Wege erfinden musste um das anzustellen´, erklärt sie. In diesem Kontext hatte sie die Möglichkeit, in einem interationalen und wohlhabenden wissenschaftlichen Umfeld zu arbeiten.

Wo bist Du jetzt?

`Nach dem Europäischen Projekt und langem Nachdenken, beschloss ich meine eigene Firma für Wissenschaftskommunikation zu gründen´, berichtet sie. Ihr erster Kunde war das Euopäische Patentbüro, welches ihr ein weiteres Projekt anbot, in dem es um Wissenschaftliches Marketing und Reichweite ging. Sie nahm diese Gelegenheit wahr, um ein elektronisches Lernmodul zu entwickeln, welches sie immer noch beschäftigt. `In zwei Monaten reise ich zu anderen Projekten und Auftraggebern, um weitere Wissenschaftliche Kommunikation zu betreiben´, fügt sie hinzu.
`Ich bin meinen Weg gegangen und die Rätsel sind immer noch gross und undurchdringbar… daher bin ich auch ein Poet geworden, erklärt sie. `Ich mache manchmal Veejay begleitet von Deejay um die Schönheit der Natur den Menschen in kleinen artistischen Filmchen nahe zu bringen, erklärt sie. Sie wolle damit eine universale Nachricht der Schönheit und Hoffnung mittels der Wissenschaft vermitteln.

Wissenschaftliche Errungenschaften

Für sie war ihre grösste wissenschaftliche Errungenschaft, dass sie Wissenschaft einem breiten Publikum kommuniziern konnte. Ihrer Meinung nach ist es eine grosse Leistung, eigene Ideen und Hypothesen zu vertreten und zu verteidigen, auch wenn sie der allgemeinen Meinung widersprechen. Als Beispiel nennt sie die Arbeiten von Niels K. Jerne, Georges J.F. Köhler, César Milstein über das Immunsystem, welche zum Nobelpreis in Physiologie oder Medizin 1984 führte und benennt weiterhin neue Stragien im Kampf gegen Krebs.

Herausragende Wissenschaftler

Sie benennt Marie Curie, besonders weil es damals noch gar keine Frauen in der Wissenschaft gab. Curie war Physikerin und Chemikerin und betrieb die ersten Forschungen im Feld der Radioaktivität. Sie ist die erste Person, der gleich zwei Nobelpreise in den Fächern Chemie und Physik überreicht wurden und sie war die erste Frau, die an der Universität in Paris Professorin wurde.

Fragen an die Wissenschaft

Sie würde gerne eine Heilung für AIDS finden und `ein Virus der Liebe, der Frieden auf Erden bringt´, ergänzt sie.

Die andere Wissenschaft

Ihrer Meinung nach sind Wissenschaftler oft zu isoliert in ihren Laboren. Selbst wenn sie die Möglichkeit haben Konferenzen zu besuchen und ihre Arbeit vorzustellen, sind ihre Präsentationen meist zu spezialisiert und schwer zu verstehen. Dabei sei das Ziel einer Konferenz doch andere Wissenschaftler kennen zu lernen und neue gemeinsame Ideen und Kollaborationen zu entwickeln. `Erst wenn die Wissenschaftler offen genug sind, ihre Wissenschaft verständlich erklären und Pluridisziplinen zulassen, werden schlaue und revolutionären Ideen entstehen´, sagt sie.

Die Zukunft der Wissenschaft?

Sie würde bei Kindern gerne das Bewusstsein für Wissenschaft verstärken. Kinder seien von Natur aus neugierig. Schwierige wissenschaftliche Themen einfach und spielerisch verpackt zu erklären sei ihr Ziel. Um die Wissenschaft direkt erfahren zu können sind für sie Aufklärungs/Lern-Videos, Videospiele, Animés oder Ausstellungen das Beste was Wissenschaftler der zukünftigen Generation geben können.

Manko der Wissenschaft

`Die Wissenschaftler sollten offener sein und mehr kommunizieren´, so Hélène, denn nur so könnten die Mauern der Kommunikation zerstört werden.

Du kannst auch bei A Scientist a day teilnehmen, mehr Information dazu gibt es hier.

 

English version:

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The french Chemist Hélène Courrier is scientific communicator/consultant in Holland.


How she got into science

As a child in France she was always busy to discover Nature: digging to find fossils, dissecting insects `…not a morbid way´she says´, but to discover how things are working. Later, she collected little animals skeletons that she founded in the woods. `Mystery seemed so big and impenetrable… I guess that wanting to have the knowledge of all those mysteries surrounding me, I became a scientist´, Hélène concludes.

Interested in plant, natural medicine and mysterious, she started her studies in Chemistry in Metz. She soon discovered that Chemistry fulfilled her microcosmos-macrocosmos alchemist idealism views. She continued until achieving a Master in Physico-chemistry. In the meanwhile also going to Germany in a little industry to make a `Praktikum´ on polymers and discover `German science´.

`I then decided that I want to apply my knowledge to something more useful : Health´, she adds. In Strasbourg, an interesting PhD topic seemed very appealing to her. She worked on lung drug delivery using breathable liquid for three years. This intensive work comprised a variety of subtopics from chemical synthesis to lung histology and a full collaborative work involving also 5 teams, out of which one was Japanese. She thereby had the chance to make research in a Japanese lab and be able to live `inter-cultural science´.

`I have to admit that at this point, I didn’t want to work in a lab anymore..´, she remembers. She enjoyed so much writing articles, going to conferences and most of all interact with scientists, that she wanted to do something with scientific communication… She took a break from science, read a lot of detective stories, studied shiatsu and finally touched the mystery of life by giving birth. Later she entered at the European Patent Office (NL) in the information management team. There she could make scientists life more easier by designing some useful software making information more easily available and clear. `I learned to interact with computer scientists, sometimes inventing ways to communicate with them´, she explains. She thereby also had the chance to work in an international and wealthy environment.

Where are you now?

`After this European project finished and after a long reflection, I decided to open my own company in scientific communication´, she says. Her first client was The European Patent Office that called her for another project, this time concerning scientific marketing and outreach. She took the initiative of developing an e-learning module which makes her still busy. `In two month, I will fly to other projects and customers involving more and more scientific educational communication´, she adds.

`I have gone my way and Mystery is still big and impenetrable…therefore I also became poet and became more near to the people´, Hélène says. `I sometimes make Veejay accompanied with a Deejay to show the beauty of nature and science in little artistic videos´, she eplains, and that she wants `to give a universal message of beauty and hope via science´.

Big Scientific acchievements

To her beeing able to communicate science to all audience was one of her biggest acchievement.`To me being capable on trying the own hypothesis against general opinion is the best achievement a scientist can ever accomplish…´, she answers to the question what the biggest scientific acchievements in Science are.
She gives as examples the work from Niels K. Jerne, Georges J.F. Köhler, César Milstein about the function of the immune system, which led to The Nobel Prize in Physiology or Medicine 1984 and also names work in the field of finding new strategies against cancer.

The bigest Scientist?

She names Marie Currie, as outstanding scientist, specially because at that time there were no scientific women. Currie was a Chemist and Physicist who did pioneer research in the field of radioactivity. She also was the first person to be honored with two nobel prizes in Chemistry and Physics and the first female Professor at the University of Paris.
Hélène also admires the Turkish doctor Türkan Saylan who devoted her life to battling leprosy and promoting girls’ education in Turkey.

Questions to be answered by science

`I would have liked to find a cure against HIV´, she says, and that she woul `like to invent the virus of love to bring peace on earth´.

What shoud be different in Science

She says that scientists are often isolated in their labs. Even when they have the opportunity to attend to conferences and show their work, their presentations are still very specialized and not easy to understand. The purpose of conferences is to connect with other scientists and having new ideas germing, eventually start a collaboration on a brand new topic. `It is only when scientists are open enough, explain their science in a global mindset giving place to pluridisciplines that smart and revolutionary ideas will pop up all around´, she explains.

The future of Science?

`I would like to make children sensitive to science at early age´, she says, and that `a child is curious and discovering by nature´. Explaining difficult scientific topics in a playful way is therfore her aim. Getting the science from direct experience with tools like educational videos, video games, quest games, anime or exhibitions is to her the best scientists can give to the future generation.

Bad Science

`Scientist should be more open and communicative, she says and that walls of communication should be broken´.

You can also participate in A Scientist a day, find more information in english here.

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