Berlin Marathon und Tag der Energie

In Berlin fand am vergangenen Wochenende der grosse Marathon statt,  an dem Zehntausende teilnahmen. Passend zum Tag der Energie, der am Samstag den 25. September unter anderem auf dem Potsdamer begangen wurde, kam die Frage auf wie viel Energie für einen solchen Lauf von Nöten ist.

energie e1285663319997 Berlin Marathon und Tag der EnergieTatsächlich ist es eine beachtliche Menge an eingesetzter Energie.

In Zahlen gleichen die 40000 Teilnehmer einem Kraftwerk das genug Energie  freisetzt,  um 6780 30 Watt-Glühlampen für den Zeitraum von einer Woche betreiben zu könnten.

Diese Energie wird leider nicht nur für eine hohe Leistung der Muskeln verwendet, sondern verpufft teilweise auch regelrecht. Damit ein Mensch einen solchen Kraftakt bewältigen kann, müssen Energiereserven mobilisiert werden. An erster Stelle werden Zucker (Kohlenhydrate) verwendet aber auch die Fettreserven des Körpers in Energie umgesetzt.  Das geschieht in Form des ATP-Moleküls, welches beim Abbau von Zuckern oder Fetten in der Atmungskette entsteht und von den Muskeln direkt verwendet werden kann um Höchstleistungen zu erzielen. In Zahlen ausgedrückt benötigt ein Marathonläufer mit einem Gewicht von 50 kg für die 42,195 km lange Strecke 2110  kcal.

Zieleinlauf Berlin Marathon Berlin Marathon und Tag der Energie

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Aber leider wird auch viel Energie verschwendet, da der Körper einen Grossteil der Energie nicht in Bewegungsenergie umsetzt, sondern als Wärmeenergie verliert. Der Körper eines Läufers wird daher warm, meist um die 39ºC und diese Wärme kann mit einer Wärmebildkamera aufgezeichnet werden. Diese Aufnahme zeigt den Sieger des diesjährigen Marathonläufers, wie er über die Ziellinie rennt.

`Gut zu sehen sind die Gefäßbereiche, die gerade für den Wärmeaustausch an der Körperoberfläche zuständig sind-also die großen Muskelgruppen an Beinen und Armen, die ja die Hauptarbeit leisten und Flächen wie Brust und Rücken die als natürlicher Wärmetauscher zur Kühlung dienen. Der größte Wärmeaustausch findet allerdings am Kopf statt´, kommentiert Thomas Zimmermann vom Thermografischen Institut in Berlin die Aufnahme.

Solche Wärmebilder finden in den Sektoren Bau, Elektro und Industrie ihre Anwendung, z.B. in Verbindung mit Energiepässen für Gebäude oder Überprüfung von elektrischen Schaltschränken. Allgemein ist es ein gutes Verfahren mit dem in der Energieforschung der energetische Ist-Zustand optisch dargestellt und mit Messwerten ergänzt werden kann. Bereiche mit hohem Wärmeverlust werden so aufgezeigt, oder auch, wie im Bereich der Human- und Veterinärmedizin, ein Entzündungsherd aufgedeckt.

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Kategorie: FeaturedWissenschaft und Gesellschaft

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