Das Treffen eines Nobelpreisträgers

Autor: UliBB

Harald Kroto bei der Erwähnung dieses Namens mag manch einem bewusst sein um wen es sich handelt, für jene die es nicht wissen, er ist eine beeindruckende Persönlichkeit!

Ich hatte die Ehre Sir Harald Kroto life zu erleben. Er ist von Haus aus Chemiker und Nobelpreisträger (1996) in diesem Fachgebiet zusammen mit Richard E. Smalley und Robert F. Curl Jr. für die Entdeckung und Beschreibung von Buckminster Fullerenen. Aber als sei dieser Lebenslauf nicht schon interessant genug, hat er es sich außerdem zur Aufgabe gemacht Wissenschaft auch an die Außenwelt zu vermitteln. So ist er Begründer einer Vielzahl von Programmen in denen er versucht über unterschiedlichste Medien Wissenschaft zugänglich, verständlich und beigeisterungswürdig für andere darzustellen.
Einsicht in die Vielzahl seiner Aktivitäten erlangt man am einfachsten über seine persönliche Webseite.

Harrald Kroto ist heute 69 Jahre alt und strotzt vor Energie. Er war Anfang des Jahres 2008 in Barcelona zu Besuch am PRBB, einem Gebäude in dem verschiedenen Forschungsinstitute zusammengefasst sind. Hier hielt er einen Vortrag, aber nicht über seine Entdeckungen, sondern vielmehr über ALLES.

 Das Treffen eines Nobelpreisträgers

Auf dieser Folie seines Vortrages zeigt er sein geliebtes Kredo: If you make people think they are thinking they´ll love you. But if you really make them think they´ll hate you.

Er versteht es mit einer Begeisterung und Leichtigkeit am Podium zu stehen und vor einer großen Audienz von interessierten Forschern zu stehen und über Entdeckungen aller Art zu sprechen (seine und die Anderer) und einem das Gefühl zu vermitteln dass es richtig Spaß macht. Natürlich ließ er es sich bei dieser Gelegenheit nicht nehmen kritische Punkte sehr deutlich zu benennen. Vor allem die Politik (insbesondere die der Vereinigten Staaten, seinem momentanen Heimatland) scheint ihm in vielerlei Hinsicht ziemlich unberechenbar und manchmal schlichtweg falsch vorzukommen. Ganz vorne sei hier sein absolutes Unverständnis für den Erfolg und Einfluss der Krationisten zu nennen. Natürlich wurden auch alle heiß diskutierten Themen unserer Zeit angesprochen, wobei Klimaschutz bzw. die ganze Diskussion um den Klimawandel und die damit einhergehende Erderwärmung nicht ausgelassen wurde.

Nach einigen Ausschweifungen kam er dann aber über unerfindliche Umwege doch immer wieder zurück zu seinem Ausgangspunkt. Untermalt waren seine Worte hier und da von einem lauten Knall, so dass auch jeder wieder wach war des es gewagt hatte einzuschlafen.

Anschließend hielt er einen weiteren Vortrag vor einigen wenigen ausgelesenen (da vorher registrierten) Zuhörern in dem er über Methoden sprach wie Dinge am besten vermittelt werden können. Wenn hier der Internetzugang funktioniert hätte und sein Laptop nicht den Geist aufgegeben hätte ( auch hier gab er wilde Verschwörungstheorien zum Besten), wäre es super gewesen. Doch durch diese technischen Pannen beschränkte sich das Ganze auf wilde Ausschweifungen seinerseits die keinerlei Fragen der Zuhörer beantworteten, er dafür aber sehr interessant über seine Tätigkeiten zur Vermittlung von Wissenschaft referierte.

Stunden später musste der arme Mann auch noch seiner Pflicht nachkommen und sich von uns (Tobias Maier und Ulrike Brandt-Bohne) interviewen lassen. Er hatte dummerweise zugesagt und stand dazu, auch wenn ich anfangs dachte er klappt gleich zusammen. Aus dem kurzen 30 Min Interview wurden dann 60 Minuten und wieder hätte ich einfach nur stundenlang dasitzen und diesem extrovertierten, vielleicht manchmal sogar etwas überheblichem, aber unglaublich belesenen und eloquenten Mann zuhören können. Krampfhaft versucht ich einige der vorher ausformulierten Fragen einzubauen, da wir das ganze eigentlich in ein kleines Filmchen pressen wollten, das unter anderem auf der Institutsseite präsentiert werden sollte…. Wir werden versuchen einige seiner Aussagen in verschiedenen Formaten wiederzugeben und wünschen dabei viel Spaß.

Mein Fazit: Ein unglaublicher Mensch, der sehr viel Energie in seine Forschung und sein Leben zu stecken scheint. Selbst wenn ich ihn oben bösartigerweise als etwas überheblich beschrieben habe, so muss man dazu sagen dass er das ruhig sein darf, denn jemand der so viel leistet und damit meine ich gar nicht den Nobelpreis, der darf ruhig mal ein bisschen dick auftragen und egozentrisch sein. Er ist schließlich gut und bemüht sich nicht nur Wissenschaft zu betreiben, sonder auch die Begeisterung für dieser sowohl bei seinen Studenten als auch bei anderen Nichtwissenschaftlern zu wecken und zu fördern.

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Kategorie: Wissenschaft und Gesellschaft

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