Doch kein vermasselter Satellitenstart?

Autor: Fee
Nord-Korea hat am 5. April zum dritten mal versucht einen Satelliten in den Erdorbit zu befördern und scheiterte erneut. Der Trabant sollte kommunistische Hymnen zu Ehren des Diktators Kim Jong-Il senden, doch er stürzte ins Meer. Im eigenen Land liess man propagandistisch verbreiten, die Mission sei ein voller Erfolg gewesen und Nord-Korea sei im Weltraumzeitalter angekommen, doch die US-amerikanische Satellitenüberwachung konnte schnell beweisen, dass der Propaganda-Coup eine Ente war. Nun hat Geoffrey Forden, ein Physiker und Waffenanalyst vom Massachusets Institute of Technology die Bilddaten eines komerziellen Komunikationssatelliten (DigitalGlobe), Positionsdaten desselben und Einschlagkoordinaten der Raketenstufen ausgewertet und kam zu dem Ergebnis, dass ein Raketenstart mit ebendieser Trajektorie nicht für die Orbitalpositionierung eines Satelliten geeignet ist.

 Doch kein vermasselter Satellitenstart?
DigitalGlobe Image Library, Picture of TaepoDong-2 (TD-2) Rocket after liftoff over Japanese Sea.

das ist kein hundertprozentiger Beweis, doch eine Orbitalrakete wird normalerweise in einer stark vertikalen Flugbahn gestartet, während die hier beobachtete eher horizontal verlief. Dies ist möglich, doch man verliert einen grossen Anteil der beförderbaren Nutzlast. Stimmt das und die ganze friedliche Satellitengeschichte war nur ein Ablenkungsmanöver? Hat Nord-Korea in Wirklichkeit eine ballistische Lang- oder Mittelstreckenrakete getestet, die zur Beförderung eines potentiellen Gefechtskopfes dient? Zuzutrauen wäre es Kim. Ein solcher Test wird durch die United Nations Security Council resolution 1718 strikt verboten, die nach den unterirdischen Atombombentests im Jahre 2006 verabschiedet wurde. Und die Diskussionen um die technischen Möglichkeiten dieses “Schurkenstaates” werden weiter befeuert!

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