Fossil eines laufenden Seehundvorfahren!

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Autor: Fee
Wie geschah der Übergang eines an Land lebenden Raubtieres zu einem Leben im Wasser? Dies passierte mehrere Male im laufe der Evolution und bescherte uns Wale, Delfine und andere äusserst sympathische Tiere. Für die Gruppe der Seehunde, Seelöwen und Walrösser ist nun ein potentieller gemeinsamer Urahn in der kanadischen Arktis gefunden worden. Dieses Verbindungsstück zwischen alt und neu, ein sogenannter Missing Link, wurde Puijila darwini getauft und ähnelte einem gedrungenen Raubtier mit Schwimmhäuten.

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Credit: Mark A. Klingler/Carnegie Museum of Natural History

Sein Fundort ist ein ehemaliger Kratersee, wo sich das Tier wahrscheinlich zur Nahrungsbeschaffung ins Wasser begab, danach aber wieder an Land herumrannte um was auch immer zu tun. Die Geschichte ereignete sich vor ca. 20 Millionen Jahren im Meozen und schon Darwin hat sich das so vorgestellt, dass ein in wasserreichen Gegenden lebendes Tier zuerts im Flachwasser nach Nahrung sucht und sich diese Nische dann immer weiter erschliesst, bis es schlussendlich als reiner Ozeanbewohner ohne Landkontakt enden kann!

Rybczynski, N., Dawson, M., & Tedford, R. (2009). A semi-aquatic Arctic mammalian carnivore from the Miocene epoch and origin of Pinnipedia Nature, 458 (7241), 1021-1024 DOI: 10.1038/nature07985

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Kategorie: Wissenschaftsnews

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