Hatten die Römer lebenden Fisch an Bord ihrer Schiffe?

Ein Wrack, das vor der Küste Italiens gefunden wurde, gibt Raum für eine neue Theorie in der nautischen Archäologie. Handelsschiffe waren mit Tanks für lebenden Fisch ausgestattet, was dessen Vertrieb über weite Strecken im Mittelmeerraum ermöglicht hätte.

Ein Bleirohr, dass durch eine Bohrung nahe dem Kiel des Bootes in Wasser reichte, führte zu dieser Hypothese. Anfangs ging man davon aus, dass es sich um eine Vorrichtung zum Abpumpen eingedrungenen Wassers handele. Doch die neueren Ergebnisse legen nahe, dass es sich um das Bauteil einer Bilgenpumpe handelt, die verwendet wurde um Frischwasser in einen auf dem Deck des Schiffes befindlichen Fischtank zu pumpen und somit den Transport lebender Fische über längere Strecken zu ermöglichen.

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Rumpf des römischen Wracks bei Grado. (courtesy Ministero per i Beni e le Attività Culturali, Soprintendenza per i Beni Archeologici del Friuli Venezia Giulia)

 

Das Bild zeigt die Rumpfhülle des Wracks mit dem durch einen Pfeil markierten Bleirohr, dass den Rumpf nahe dem Kiel durchstösst.

Die Arbeit wurde im International Journal of Nautical Archaeology veröffentlicht:
rb2 tiny Hatten die Römer lebenden Fisch an Bord ihrer Schiffe?Beltrame, C., Gaddi, D., & Parizzi, S. (2011). A Presumed Hydraulic Apparatus for the Transport of Live Fish, Found on the Roman Wreck at Grado, Italy International Journal of Nautical Archaeology DOI: 10.1111/j.1095-9270.2011.00317.x

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