Kann die Hündin besser denken als der Rüde? Hundewissenschaft.

Es ist eine relativ naheliegende Frage: Wie sieht es mit geschlechtsspezifischen Unterschieden in der Wahrnehmung von Tieren aus. Dass diese beim Menschen in Hülle und Fülle vorkommen ist wohl jedem (auch dem Nicht- Neurobehaviorologen unter uns) sonnenklar, doch wie stehts mit unserem besten Freund? Dem Hund (Canis lupus familiaris)?

Tesem2 Kann die Hündin besser denken als der Rüde? Hundewissenschaft.Dieser Frage sind Wissenschaftler der Universität Wien mit einem verblüffend einfachen Experiment nachgegangen. Sie liessen einen Ball hinter einem Hinderniss verschwinden und auf der entgegengesetzten Seite tauchte entweder ein grösserer oder der selbe  Ball wieder auf. Das nennt sich dann ein Grössen-Konsistenzverletzungsexperiment und das funktioniert auch beim Menschen, die zu Beginn ihres Lebens den Widerspuch ignorieren und gegen Ende des ersten Lebensjahres beginnen darauf zu reagieren. So auch bei den Hündinnen, aber eben nur bei ihnen. Sie blickten etwas länger auf den Ball, wenn dieser veränderte Masse besass, was die Rüden nicht bemerkten oder ignorierten. Ebenfalls keine Abweichungen gab es bei den Hündinnen wenn der selbe Ball auf der anderen Seite erschien.

Damit beginnt wohl die Ära der geschlechtsspezifischen Erforschung unserer Haustiere. Und so sieht das ganze aus:

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rb2 tiny Kann die Hündin besser denken als der Rüde? Hundewissenschaft.
Muller, C., Mayer, C., Dorrenberg, S., Huber, L., & Range, F. (2011). Female but not male dogs respond to a size constancy violation Biology Letters DOI: 10.1098/rsbl.2011.0287

 

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