Kühe bestehen auf Individualität und bezahlen mit Milch

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Autor: fee
Im Prinzip weiss das jeder talentierte Milchbauer bestimmt schon, doch jetzt ist es wissenschaftlich bewiesen. Kühe wollen auch als Individuen behandelt werden und belohnen den einfühlsamen Bauern mit einer gesteigerten Milchproduktion.

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Wissenschaftler um Catherine Douglas und Peter Rowlinson von der Newcastle University, haben 516 britische Milchbauern befragt und diesen eindeutigen Zusammenhang erstellt. Auf Höfen mit individualisierten Milchkühen, die jeweils einen eigenen Namen tragen und auch eine perönlichere Betreuung erhalten, geben die Tiere bis zu 258 Liter mehr Milch als auf Höfen, die Tiere schlicht als Milchproduzenten sehen und keine persönlichen Beziehungen zu den Tieren pflegen. In diesem Punkt stehen die britischen Milchbauern zweigeteilt vor ihren Tieren. Etwa 50% “lieben” ihre Milchkühe und betrachten sie als Familienmitglieder, während die anderen 50% unpersönlich mit ihren Tieren umgehen.
Doch Ich bin mir sicher, dass die Grösse und die Automatisierung der Tierhaltung hier einen entscheidenden Einfluss hat. Schliesslich existieren Höfe mit riesigen Herden, die mehr oder wenig automatisiert arbeiten, zum Teil mit minimaler Beteiligung des Menschen an der tatsächlichen Tierhaltung.
Also: Gebt den Tieren einen Namen! Es lohnt sich!

Catherine Bertenshaw, Peter Rowlinson (2009). Exploring Stock Managers’ Perceptions of the Human–Animal Relationship on Dairy Farms and an Association with Milk Production Anthrozoos: A Multidisciplinary Journal of The Interactions of People & Animals, 22 (1), 59-69 DOI: 10.2752/175303708X390473

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Kategorie: Wissenschaftsnews

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