Out of Africa – Auf dem Seeweg?

Autor: Fee
Die “Out of Africa”-Hypothese beschreibt den Aufbruch der ersten Frühmenschen ausgehend von ihrem Ursprungsort in der Umgebung des mittelafrikanischen Grabens in den Rest unserer Welt. Weitgehend anerkannt geht die Wissenschaft davon aus, dass die ersten Homininen (möglicherweise Homo erectus) Afrika verliessen um sich in angrenzenden Gegenden umzuschauen. Doch bisher ging man davon aus, dass dies auf dem Landweg vonstatten ging. Neue Funde durch Thomas Strasser vom Providence College in Rhode Island von hunderten von Steinäxten auf der griechischen Insel Kreta legen nun aber nahe, dass zumindest einige Exemplare von Homo spec. auch den Seeweg bestritten und mehrere der grösseren mediteranen Inseln besuchten. Die gefundenen Äxte datieren auf mindesten 130 000 Jahre und möglicherweise noch viel älter. In ihrer Struktur und Machart ähneln sie Werkzeug, das in Afrika durch H. erectus vor ca. 800 000 Jahrenhergestellt wurde.

180px Homo erectus Out of Africa   Auf dem Seeweg?

Wie sie die Reise bewerkstelligten bleibt unklar. Auf jeden Fall geht es über eine Kurzstreckenfortbewegung hinaus.Vielleicht gezielt mit Flössen oder auch zufällig durch Versprengungen in Stürmen? Es gibt bereits Hypothesen von frühen Seefahrern in Asien und auch der Neanderthaler soll vor ca. 60 000 Jahren die Strasse von Gibraltar überquert haben.
Diese neuen Erkenntnisse könnten ein neues Bild auf die Art der Wanderungsbewegung unserer Vorfahren werfen.
Diese Ergebnisse wurden von Strasser am 7. Januar auf dem jährlichen Kongress des American Institute of Archaeology vorgestellt.

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Kategorie: Wissenschaftsnews

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