Nano-Magnetismus gegen Krebs!

Autor: fee
Vor fast einem halben Jahrhundert, wurde diese Methode zum ersten mal beschrieben. Eisenoxidpartikel, die in Lymphknoten injiziert wurden und durch Magnetische Wechselfelder erwärmt werden und potentielle Metastasen “verbrennen”.

Lange wurde dieser Ansatz vernachlässigt, was wahrscheinlich an der damals nicht üblichen multidisziplinären Forschung lag. Heute ist es normal, verschiedenste Forschungsrichtungen in einem kollektiven Labor zu vereinen. Mediziner, Biologen und Physiker arbeiten gemeinsam an Problemlösungen. Dadurch nahm die Nanotechnologie einzu in die Krebsforschungslabore und lieferte den Durchbruch. “Custom-designte” Kobalt-Eisen-Nanopartikel werden mit Zuckerhüllen umgeben und mit krebszellspezifischen Antikörpern überzogen, was zu einer direkten Anreicherung im Krebsgewebe führt. Nun kann durch ein computersimulationsunterstütztes Wechselmagnetfeld eine genau dosierte Energiemenge in Form von Wärme induziert werden, die den Tumor spezifisch in ein tödliches Fieber versetzt, das umgebende gesunde Gewebe aber unangetastet lässt. Weiterhin können zusätzlich noch Medikamente auf diese Art und Weise übermittelt und genau an den Ort ihrer Wirkung transportiert werden um eine ungewollte Toxizität zu minimieren. Ein gutes Dutzend Gruppen und Firmen areitet an solchen Ansätzen und die deutsche Firma MagForce, gegründet von Andreas Jordan ist unter den führenden auf diesem Gebiet. Sie unternehmen im Moment eine klinische Studie mit 65 Patienten mit Spätstadium Glioblastoma multiforme, einem Gehirntumor, mit einr Überlebensrat unter 7 Monaten. Es sieht aus, als könnte eine durchschnittliche 3-monatige Steigerung der Überlebensrate erzielt werden. Dies klingt nach wenig, doch unter den Patienten befinden sich Einzelfälle mit kompettem Verschwinden des Tumors. Diese Methode birgt mit Sicherheit noch grosses Potential für Weiterentwicklungen.

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Kategorie: Wissenschaftsnews

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